Weiterhin geöffnet: Vorübergehend angepasste Öffnungszeiten

Bis auf Weiteres sind unsere Spendezentren von Mo.-Fr. von 12:00 bis 20:00 Uhr geöffnet.
Samstags gelten die bisherigen Öffnungszeiten. Die Spenderannahme bleibt unverändert.

Hinweis: Für das Spendezentrum Dessau gelten aufgrund der Öffnungszeiten der Rathaus-Galerie andere Öffnungszeiten.

Unsere Plasmaspendezentren gehören zu den wesentlichen Versorgungssystemen unserer Gesellschaft.
Um die Versorgung mit lebenswichtigen Plasmaprodukten weiterhin sicherzustellen, bleiben unsere Zentren daher auch bei Schließungen von Einkaufszentren und sonstigen Einrichtungen sowie im Falle einer möglichen offiziellen Ausgangssperre weiterhin geöffnet.

Alle Informationen rund um die Plasamspende im Zusammenhang mit COVID-19 findest du hier

Plasmaspender
sind Lebensretter

Da weder Blut noch Plasma künstlich hergestellt werden können, sind viele kranke Menschen nach wie vor auf gesunde Spender angewiesen. Das bei der Plasmaspende gewonnene Blutplasma oder die daraus hergestellten Präparate bzw. Medikamente helfen Menschen, deren Funktion des Blutes durch Krankheit oder nach einer Verletzung gestört ist.

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Plasma spenden - Octapharma Plasma

Spender werden -
warum wir dich brauchen

Blut ist Leben. Blutplasma die Essenz. Niemand kann es künstlich herstellen. Deshalb benötigen kranke Menschen so häufig Produkte die aus Blutplasma hergestellt werden. Von Menschen, die bereit sind, von ihrem Blutplasma etwas abzugeben. Menschen wie du.

Mind. 18 Jahre alt
Sprichst du Deutsch?
Gültiger Ausweis

Beantworte hier alle Fragen und überprüfe,
ob du als Spender in Frage kommst.

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Wie wird man zum Plasmaspender?

Der Weg, um Plasmaspender zu werden, ist ganz einfach: Nimm zuerst Kontakt zu einem Plasmazentrum in deiner Nähe auf und vereinbare einen Termin zur Erstuntersuchung und dem kostenlosen Gesundheitscheck. Hierbei wird dann deine gesundheitliche Eignung zur Blutplasmaspende überprüft. Den Spendeprozess haben wir im Folgenden auch noch einmal im Detail beschrieben.

Spenden in 9 Schritten

1. Willkommen! Beim ersten Besuch nehmen wir deine Daten auf und untersuchen dein Blut. Gespendet wird hier noch nicht, sondern erst beim Folgetermin.

Den geltenden Richtlinien entsprechend gleichen wir deine Personalien vor jeder Spende mit einem gültigen Ausweisdokument ab. Bring dafür bitte entweder deinen gültigen Personalausweis oder den Reisepass inklusive einer aktuellen Meldebescheinigung mit.

Selbstverständlich unterliegen all deine persönlichen Daten dem Datenschutzgesetz, werden von uns vertraulich behandelt und keinem unbefugten Dritten zugänglich gemacht.
2. Fragebogen Durch das wahrheitsgemäße Ausfüllen deines persönlichen Fragebogens sorgst du für deine Sicherheit und die Qualität deiner Spende.
3. Gesundheitscheck Beim kostenlosen Gesundheitscheck messen wir vor jeder Spende Blutdruck, Puls, Temperatur, Körpergewicht und Hämoglobinspiegel. Er umfasst außerdem eine körperliche Untersuchung in regelmäßigen Abständen, bei der zum Beispiel Herz und Lunge abgehört werden.
4. Beim Arzt Im Arztzimmer findet das persönliche Gespräch zur Klärung offener Fragen statt. Der Arzt trifft schließlich die Entscheidung, ob du an diesem Tag spenden darfst oder nicht. Ist dies dein erster Besuch bei uns, darfst Du noch nicht spenden. Auf diese Weise garantieren wir die Sicherheit unserer Spender.
5. Die eigentliche Plasmaspende Die eigentliche Spende findet in einem eigens dafür vorgesehenen Saal statt. Dort nimmst du Platz auf bequemen Spendeliegen. Unsere Mitarbeiter erklären dir den Ablauf, überwachen die Spende und sind bei Fragen immer ansprechbar. Die eigentliche Plasmaspende (Plasmapherese) dauert 30-45 Minuten.
6. Die Ruhe danach Nach jeder Blutplasmaspende ist es wichtig, dass du dich bei uns noch etwas ausruhst (rund 30 Minuten) sowie ausreichend isst und trinkst. Wir stellen dir Wasser, Kaffee, Softdrinks oder Saft sowie einen kleinen Snack bereit. Auch während deiner Ruhepause ist unser medizinisch ausgebildetes Team jederzeit für dich da.
7. Aufwandsentschädigung Nach der Erholungsphase erhältst du am Empfang deine Aufwandsentschädigung.
8. Terminabsprache Nutze die Möglichkeit, direkt vor Ort den Termin für die nächste Spende zu vereinbaren. Mit einem festen Termin vermeidest du unnötige Wartezeiten. Natürlich kannst du uns zur Terminabsprache auch per Telefon, via Mail oder über das Kontaktformular erreichen.
9. Das Beste... Mit deiner Plasmaspende hast du etwas Besonderes geleistet – für dich und für andere. Plasma spenden bedeutet Leben retten. Genieße den Tag in dem Bewusstsein, das Leben von Menschen gerettet oder verbessert zu haben. Vielen Dank für deinen Einsatz!

So bereitest du dich auf die Plasmaspende vor

Ausreichend &
fettarm essen
Kurz vorher
keinen Sport
Ausreichend
trinken
Am selben Tag
keinen Alkohol
Vor der Spende
WC aufsuchen

Allgemeine Fragen zur Plasmaspende

Trotz des immensen medizinischen Fortschrittes der vergangenen Jahrzehnte ist eine synthetische Herstellung von menschlichem Blut und damit auch Blutplasma noch immer nicht möglich. Für die Heilung vieler Krankheiten, die Durchführung von Organtransplantationen und die Rettung von Unfallopfern müssen deshalb weiterhin Produkte aus menschlichem Blut in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.

Aus dem Plasma wird dabei eine Vielzahl an lebenswichtigen Arzneimitteln hergestellt, die chronisch kranke Menschen mit Störungen des Immunsystems, der Blutgerinnung oder Wundheilung dringend benötigen. Auch bei schweren Verbrennungen oder hohem Blutverlust werden Plasmaprodukte eingesetzt.

Kurzum: Mit der Plasmaspende rettet man Leben – und jeder von uns kann eines Tages auf gespendetes Plasma angewiesen sein.

In Deutschland darfst du bis zu 60 Mal im Jahr Plasma spenden. Der Abstand zwischen zwei Plasmaspenden muss dabei mindestens zwei Tage betragen. Hier liegt ein Unterschied zum Blutspenden – denn zwischen zwei Blutspenden ist in Deutschland gesetzlich ein Spendeabstand von mindestens acht Wochen vorgeschrieben.

Der Grund für die häufigere Frequenz bei der Plasmaspende ist leicht erklärt: Im Gegensatz zur Blutspende ist die Plasmaspende deutlich schonender, weil der Körper hierbei keine Zellen verliert. Der Körper kann das gespendete Plasma ohne Schwierigkeiten schnell nachbilden.

Dennoch wird die konkrete Häufigkeit immer nach ärztlichen und gesetzlichen Vorgaben individuell festgelegt. Wie oft Plasmaspenden konkret für dich möglich ist, hängt also auch von individuellen Faktoren ab. Dies klärst du am besten bei der Erstuntersuchung im Spendenzentrum.

Unter Plasmapherese versteht man den Vorgang, bei dem das Blutplasma maschinell von den anderen Bestandteilen des Blutes getrennt wird. Dies geschieht in einem Plasmapheresegerät, das vereinfacht eine Zentrifuge darstellt. Die festen Bestandteile des Blutes, die Blutzellen, fließen nach der Trennung in den Körper zurück, während das Blutplasma gesammelt und innerhalb von 6 Stunden tiefgefroren wird.

Mithilfe der Plasmapherese muss der Spender keine Vollblutspende abgeben. Der Vorteil ist, dass beim Spenden nur sehr wenige rote Blutkörperchen verloren gehen und eine erneute Plasmaspende schnell wieder möglich ist.

Durch einströmendes Zellwasser wird der reine Flüssigkeitsverlust schnell ausgeglichen – der Spender wird also kaum belastet. Wichtig zu wissen ist auch, dass es bei den zellulären Bestandteilen im Blut (bspw. Thrombozyten oder Leukozyten) zu keiner Veränderung durch die Plasmapherese kommt.

Die Plasmapherese kommt allerdings nicht nur bei einer Spende, sondern auch zu therapeutischen Zwecken zum Einsatz. Besonders bei der Behandlung von Autoimmunerkrankungen ist sie hilfreich, wenn Antikörper schnell eliminiert werden müssen. So können Patienten mit bestimmten Syndromen oder in manchen Fällen auch Multiple Sklerose behandelt werden.

Generell ist es möglich, sowohl regelmäßig Blut als auch Blutplasma zu spenden. Allerdings verändern sich hierdurch die Zyklen, in denen die Spende losgelöst von einander möglich ist. Während der Abstand zwischen zwei Vollblutspenden normalerweise mindestens 8 Wochen betragen muss, kann sich dieser durch die Plasmaspende verlängern.

Auch hinsichtlich des Flüssigkeitsverlusts und der Belastungen für den Organismus ergibt sich in Kombination mit einer Vollblutspende eine andere Frequenz. Bitte informiere sowohl die Mitarbeiter in unseren Plasmaspendezentren als auch in deiner Blutspendeeinrichtung über deine Spendetätigkeiten. So können beide Parteien dafür sorgen, dass die jeweils vorgeschriebenen Spendepausen eingehalten werden.

Octapharma Plasma betreibt zurzeit bundesweit 13 Spendezentren, in denen eine Plasmaspende möglich ist. Wenn du in einem unserer Zentren als Spender registriert sind, kannst du in jedem unserer Standorte spenden. Wo das für dich nächstgelegene Plasmaspendezentrum liegt?

Zu unseren Plasmaspendezentren

Die Sicherheit unserer Spender steht für uns an erster Stelle! Jeder Spender erhält vor der Plasmaspende eine kostenlose, gründliche ärztliche Untersuchung, um eventuelle Gesundheitsrisiken möglichst auszuschließen.

Dein Blut wird während der Spende durch ein steriles, geschlossenes Einmalsystem geleitet, welches nach jeder Spende entsorgt wird. Deswegen hat dein Blut keinen Kontakt mit der Plasmapheresemaschine und es besteht für dich als Spender keine Infektionsgefahr.

Da dem Körper bei der Plasmaspende im Gegensatz zur Blutspende keine Blutzellen entzogen werden, ist die Plasmaspende vergleichsweise schonend für den Spender. Trotzdem können während und nach dem Plasmaspenden Risiken wie Kreislaufprobleme auftreten – insbesondere, wenn du vor der Spende zu wenig getrunken hast. Du brauchst dir aber keine Sorgen zu machen, unsere Mitarbeiter erkennen die Anzeichen frühzeitig und können rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen. Damit die Regeneration deines Körpers nach der Spende gewährleistet ist, solltest du für Ruhe und eine ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit sowie Nahrung sorgen.

Selbst häufiges Plasmaspenden schadet dir nicht. Dafür wird unter anderem mit einer wechselnden Punktierung der Venen gesorgt. Manchmal sind an den Einstichstellen kleinere Blutergüsse (Hämatome) zu sehen. Diese „blauen Flecken“ sind nicht schädlich und werden vermieden, wenn nach der Spende lange auf die Stelle gedrückt wird. Im Erstgespräch wirst du außerdem über sehr selten auftretende Nebenwirkungen und Risiken aufgeklärt.

Die Blutspende kann zu einer zeitlich begrenzten Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit führen, weil die gespendeten roten Blutkörperchen die Träger des Sauerstofftransports zu den Körperzellen sind. Nach einer Plasmaspende oder durch die Plasmaspendetätigkeit allerdings kommt es im Allgemeinen nicht zu einer Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit.

Für Sportler gibt es keine Nachteile einer Blutplasmaspende. Die einzige Einschränkung besteht darin, dass der Spendearm unmittelbar nach einer Blut-oder Plasmaspende für wenige Stunden mechanisch nicht stark belastet werden sollte (z.B. Gewichtheben). Übliche Sportarten wie Fußball oder Joggen sind ohne Einschränkung möglich.

In der Tat ist die Plasmaspende ein Vorgang, bei dem es einen signifikanten Unterschied zwischen den Geschlechtern gibt: Bei Frauen verläuft sie in der Regel schneller als bei Männern. Und das hat einen guten Grund – denn Frauen haben im Verhältnis schlicht und einfach mehr Blutplasma als Männer.

Und das sogar recht deutlich: Während der Anteil von Blutplasma am Blutvolumen bei Männern 50 bis 59 Prozent ausmacht, beträgt er bei Frauen 54 bis 73 Prozent. Die Blutbestandteile sind ebenfalls anders - Frauen haben im Durchschnitt weniger Hämoglobin im Blut. Dieser eisenhaltige Proteinkomplex bindet Sauerstoff an die Erythrozyten und verleiht ihnen ihre rote Farbe – und verlängert den Prozess der Spende. Mehr zum Thema findest du auf unserer Seite "Was ist Plasma?".

Was man vor der Plasmaspende beachten sollte

Neben dem jeweiligen Ausland hängt die Entscheidung des Spendearztes über die Wartefrist bis zur möglichen Plasmaspende auch von der Dauer des Auslandsaufenthaltes ab. Darüber hinaus ist aber insbesondere auch wichtig, was der Betroffene dort gemacht hat. Hat er sich beispielsweise nur im Hotel und im Kongresszentrum aufgehalten, weil er im Ausland einen Kongress besucht hat und hatte dort keinerlei sexuelle Kontakte mit Einheimischen? Oder ist er für längere Zeit als Rucksacktourist quer durch Afrika gereist? All das muss vertraulich mit dem Spendearzt besprochen werden, sodass auf diese Frage leider keine einheitliche Antwort gegeben werden kann.

Die Fragebögen dienen der Sicherheit unserer Spender und der Empfänger. Zwischen zwei Spenden kann es bei Spendern zu gesundheitlichen Veränderungen kommen, die Einfluss auf die Spende haben bzw. zu einer (vorübergehenden) Sperre des Spenders führen. Es ist also wichtig, dass du den Fragebogen jedes Mal sorgfältig und wahrheitsgemäß ausfüllst. Zudem aktualisieren wir unsere Fragebögen fortlaufend den gesetzlichen Grundlagen entsprechend.

Bei jeder Spende testen wir das Spenderblut auf Hepatitis B, Hepatitis C und HIV. In regelmäßigen Abständen messen wir außerdem die Konzentration von Immunglobulin G und Gesamteiweiß in Ihrem Blut und erstellen ein Blutbild. Da wir die Untersuchung vor Ort auswerten, können wir dich im Falle von Unregelmäßigkeiten sofort informieren. Die Laborwerte werden dir auf Wunsch auch für externe Arztbesuche zur Verfügung gestellt.

Kurz gesagt: Ja! Selbstverständlich wird bei der Plasmaspende die aufgewendete Zeit mit Geld entschädigt. Die Rahmenbedingungen für die Aufwandsentschädigung sind dabei in §10 des Transfusionsgesetzes geregelt.

Damit sind auch uns Grenzen gesetzt, die wir nicht überschreiten dürfen. Dies soll gewährleisten, dass der ideelle Hintergrund der Plasmaspende erhalten bleibt und der monetäre Aspekt nicht über Gebühr die Entscheidung zur Plasmaspende beeinflusst.

Die Höhe richtet sich dabei nach der Menge des gespendeten Plasmas. Nähere Informationen gibt es per Mail, am Telefon oder auf unserer Übersichtsseite zur Aufwandsentschädigung beim Plasmaspenden.

Übrigens: Wurdest du von einem unserer Spender auf uns aufmerksam gemacht? Vergiss nicht, dies zu erwähnen, damit wir uns bei diesem Spender für seine Empfehlung bedanken können. Zusätzlich zur Aufwandsentschädigung versuchen wir auch mit regelmäßigen, attraktiven Bonusprogrammen einen weiteren interessanten Anreiz zur Plasmaspende zu geben. Sprich uns einfach darauf an! 

Die Eignung zur Plasmaspende ist von nur wenigen Faktoren abhängig, die glücklicherweise viele Menschen erfüllen.

Grundsätzlich kann jeder Mensch Blutplasma spenden, der folgende Rahmenbedingungen erfüllt:

  • Ein Lebensalter zwischen 18 und 60 Jahren. Dauerspender dürfen allerdings mit Erlaubnis des Arztes auch über das 60. Lebensjahr hinaus Plasma spenden.
  • Ein gültiger Personalausweis oder Reisepass in Kombination mit einer aktuellen Meldebescheinigung.
  • Das Beherrschen der deutschen Sprache in Wort und Schrift.
  • Ein Gewicht von mindestens 50 kg.
  • Eine gute gesundheitliche Verfassung zum Zeitpunkt der Spende.

Ja, die Plasmaspende ist sogar verträglicher für Vegetarier als die Blutspende, da der/die Spender/in bei der Plasmaspende im Gegensatz zur Blutspende kaum rote Blutkörperchen (und damit Eisen) verliert. Es kann jedoch vorkommen, dass Vegetarier vor ihrer ersten Plasmaspende zunächst Eisenpräparate einnehmen müssen, um ihre Eisenspeicher aufzufüllen. Der Hämoglobinwert wird vor jeder Plasmaspende gemessen und muss gewisse Grenzwerte erfüllen, damit der/die Spender/in zur Plasmaspende zugelassen wird.

Nach einer Tätowierung (das gilt auch für das Nachstechen eines Tattoos) muss bei der Octapharma Plasma eine Rückstellung von der Plasmaspendetätigkeit von 6 Monaten eingehalten werden.

Das Rauchen hat keinen Einfluss auf die Zulassung und Eignung zur Plasmaspende.

Die Spendetauglichkeit hängt in solchen Fällen von dem jeweiligen Medikament ab. In vielen Fällen ist eine Plasmaspende möglich, in anderen Fällen nicht. Das muss im Einzelfall mit dem Spendearzt besprochen werden, der letztendlich die Entscheidung über Zulassung oder Nichtzulassung des Spenders zur Plasmaspende trifft. Nicht unwichtig ist natürlich auch die Frage, warum der Spender ein bestimmtes Medikament einnehmen muss.

In der Schwangerschaft und 6 Monate nach Niederkunft ist eine Plasmaspende nicht möglich. Darüber hinaus auch nicht während der Stillzeit, falls diese über sechs Monate hinausgeht.

Im Prinzip ja. Bei Vorliegen nur geringfügiger gesundheitlicher Einschränkungen, z.B. bei einem gut eingestellten Diabetes Typ II oder gut eingestelltem Bluthochdruck, kann ein Spender aber zur Spende zugelassen werden. Die Entscheidung trifft jedoch immer der verantwortliche Spendearzt.

Das hängt davon ab, was man unter „regelmäßig“ versteht und der jeweiligen Menge an Alkohol. Ein Glas Bier jedes Wochenende ist sicherlich kein Hinderungsgrund; bei Vorliegen einer Alkoholabhängigkeit und 6 Monate nach erreichter Alkoholabstinenz ist eine Blut- oder Plasmaspende nicht möglich.

Das hängt von der jeweiligen Impfung ab. Es gibt Impfungen ohne Wartefrist bis zur Plasmaspende, aber auch Wartefristen von bis zu einem Jahr. Das sollte im Einzelfall aber immer mit dem Spendearzt besprochen werden.

Deine Gesundheit ist uns sehr wichtig. Deshalb entscheidet ein Arzt vor jeder Spende, ob du an diesem Tag spenden dürfen.

Es gibt jedoch einige Aspekte, die deine Spendefähigkeit negativ beeinflussen und von dir selbst überprüft werden können. Hier eine Übersicht, wann du kein Plasma spenden darfst:

  • Wenn du an diesem Tag noch nichts gegessen hast.
  • Wenn du an diesem Tag Alkohol getrunken hast.
  • Wenn du minderjährig bist
  • Wenn du weniger als 50 kg wiegst.
  • Wenn du gerade schwanger bist oder stillst.
  • Wenn dein Wohnsitz nicht in der EU ist.
  • Wenn du keinen gültigen Personalausweis oder ein vergleichbares Ausweisdokument (z.B. Reisepass und aktuell gültige Meldebescheinigung) dabei hast, aus dem auch dein Wohnsitz hervorgeht.
  • Wenn du eine chronische Erkrankung hast, die ein Risiko für den Spender bedeuten könnte (z.B. insulinpflichtiger Diabetes mellitus, schwere Immunkrankheiten, schwere Blut-, Blutstillungs-, Atemwegs-, Nieren-, Herz- oder Stoffwechselerkrankungen, schwere Gefäßerkrankungen, Epilepsie, schwere psychische Erkrankungen).
  • Wenn du schon einmal am Gehirn operiert wurdest.
  • Wenn du schon einmal einen schweren Unfall mit Gehirnerschütterung und Krampfanfällen hattest.
  • Wenn du gerade aus einem Gebiet außerhalb der EU kommst, wo sich HIV-, HBV- oder HCV-Infektionen stark ausgebreitet haben (z.B. Afrika, Karibik, Südostasien).
  • Wenn du oder dein dauerhafter Sexualpartner laut Transfusionsgesetz zu einer Risikogruppe gehören.

Bitte frag' unsere Mitarbeiter auch nach der vorgeschriebenen Wartezeit bis zur Spende-Erlaubnis nach einer Tätowierung, einem permanent Make-up oder Piercing (auch Ohrlochstechen), bestimmten Impfungen, operativen Eingriffen (z.B. Blinddarmentfernung, Endoskopien), dem Empfang von Blutkomponenten (außer Eigenblut) oder Plasmaderivaten, bestimmten Infektionskrankheiten, Schwangerschaft und Stillzeit.

Solltest du darüber hinaus Fragen zu deiner Eignung haben, sprich' unsere Mitarbeiter im Spendezentrum gerne darauf an.

Generell: Sehr gerne! Du erleichterst dir und uns damit die Planung deiner Plasmaspende. Außerdem vermeidest du unnötige Wartezeiten, da wir bei spontanen Besuchen möglicherweise nicht sofort Zeit für dich haben. Wir empfehlen Ihnen also die...

» Terminvereinbarung über unser Kontaktformular!

Darüber hinaus steht vor der ersten Spende ein umfangreicher, kostenloser Gesundheitscheck auf dem Programm. Da sich einer unserer Ärzte hierbei ganz intensiv nur um dich kümmert, ist ein fester Termin der beste Weg, die bestmögliche Versorgung zu gewährleisten.

Solltest du schon als Spender bei uns registriert sein, kannst du selbstverständlich auch ohne Termin bei uns spenden, musst dann aber möglicherweise mit etwas Wartezeit rechnen. Unsere Mitarbeiter geben dir gerne Auskunft zur geschätzten Wartedauer. Insider-Tipp: Mittwochs stehen deine Chancen für eine Spontanspende ohne Wartezeit recht gut!

Die Plasmaspende ist generell weit weniger belastend als eine Vollblutspende. Dennoch solltest du einige Punkte beachten, damit deine Spende reibungslos abläuft. Hier eine kleine Checkliste:

  • Hast du den Tag über ausreichend und möglichst fettarm gegessen?
  • Hast du kurz vorher keinen Sport getrieben?
  • Hast du ausreichend Flüssigkeit zu dir genommen (mindestens zwei Liter)?
  • Hast du am Tag der Spende keinen Alkohol getrunken?
  • Bist du vor der Plasmaspende auf die Toilette gegangen?

Vermeide zudem Hektik und eng getaktete Anschlusstermine. Gerade dieser zeitliche Druck könnte Einfluss auf deinen Kreislauf und damit auf den Spendevorgang haben.

Glücklicherweise ist die Plasmaspende für dich ein vergleichsweise unkomplizierter Vorgang. Um in unserem Hause Plasma zu spenden, benötigst im Grunde nur deinen gültigen Personalausweis. Wichtig: Der amtliche Lichtbildausweis muss im Original vorgelegt werden – ein Foto, eine Kopie oder Scan auf dem Smartphone reicht leider nicht aus. Alternativ können wir auch mit einem Reisepass und einer aktuellen Meldebescheinigung (nicht älter als 6 Monate) deine Identität und deinen Wohnort überprüfen. Die Identitätsprüfung ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass du spenden darfst.

Andere Ausweisarten (z.B. Sozialvericherungsausweis, Krankenversicherungskarte, Schüler- und Studentenausweise) dürfen wir aufgrund gesetzlicher Regelungen nicht akzeptieren.

Natürlich freuen wir uns über jeden interessierten Neuspender, den du für eine Plasmaspende begeistern konntest. Schließlich wird mit jeder Spende vielen lebensbedrohlich erkrankten Menschen das Leben gerettet. Du darfst also gerne jemanden mitbringen, der mit dem Gedanken spielt, Plasmaspender zu werden und sich anmelden oder informieren möchte.

Zudem wichtig: Begleitpersonen dürfen leider nicht mit in den Spendesaal. Dies hat den Grund, dass unsere Mitarbeiter dich zu jeder Zeit sehen können müssen, um deine Sicherheit zu gewährleisten. Außerdem möchten wir, dass sich alle anwesenden Spender wohlfühlen und nicht durch die Gespräche anderer gestört werden. Allerdings: In einigen Zentren dürfen Begleitpersonen bei nervösen Erstspendern während der ersten Minuten der Spende noch daneben sitzen. Die Entscheidung liegt aus den oben genannten Gründen letztendlich immer bei unseren Mitarbeitern. Frag' einfach mal unsere Mitarbeiter.

Bei einer Spende können je nach Körpergewicht 650 bis 850 ml Blutplasma entnommen werden. Bereits ab einem Körpergewicht von 70kg kann das Höchstvolumen an Plasma gespendet werden. Dies beeinflusst die Dauer der Plasmaspende, stärker wird dies jedoch vom Hämoglobinwert bestimmt. Je höher dieser ist, desto länger dauert der Entnahmevorgang.

Die reine Spendezeit dauert etwa 30 bis 45 Minuten. Hier kommt es auf die Menge der Plasmaspende, den Flüssigkeitshaushalt und den Hämoglobinwert an. Aber: Zu der reinen Spendezeit kommen noch die ärztliche Untersuchung vor der Spende und die anschließende Ruhephase hinzu. Beides ist uns sehr wichtig, da die Gesundheit unserer Plasmaspender absoluten Vorrang hat. Insgesamt solltest du daher 60 bis 75 Minuten für deinen Besuch bei uns einplanen. Da wir im Spendezentrum kostenlose Internetzugänge bereithalten, steht dir während des Aufenthalts allerdings ausreichend Ablenkung zur Verfügung.

Übrigens: In einigen Spendezentren bieten wir die sogenannte Express-Spende an, bei der die Plasmapherese und damit der gesamte Spendevorgang durch den Einsatz einer neuen Software beschleunigt werden. In der Regel dauert die Express-Spende 30 Minuten. Frag' hierzu einfach unsere kompetenten und freundlichen Mitarbeiter im Plasmaspendezentrum.

Was man nach der Plasmaspende beachten sollte

Es gibt keine Hinweise für eine größere Krankheitsanfälligkeit nach einer Plasmaspende oder einer längeren Phase einer Plasmaspendetätigkeit.

Nach der Plasmaspende kannst du dich noch etwas bei uns ausruhen, dafür haben wir Snacks und Getränke vorbereitet. Sport oder schwere körperliche Arbeit solltest du nach der Spende vermeiden. Lass den Druckverband für mindestens zwei Stunden an der Punktionsstelle. Und sollten irgendwelche gesundheitlichen Probleme auftauchen, informiere unsere Ärzte.

Das gespendete Blutplasma wird direkt schockgefrostet und bei Temperaturen unter minus 20 Grad etwa ein halbes Jahr lang bei uns aufbewahrt. Diesen Zeitraum nutzen unsere Experten für eine mehrstufige Qualitätskontrolle, mit der wir sicherstellen, dass während der Spende alle Vorgaben eingehalten wurden und das gespendete Plasma den Qualitätsvorgaben für Fraktionierplasma entspricht. Nur wenn alle Vorgaben erfüllt sind, wird das Plasma zur weiteren Verarbeitung durch Octapharma für Medikamente bzw. Plasmapräparate freigegeben, andernfalls wird es vernichtet.