Plasma spenden: Alle Informationen zur Blutplasmaspende

Plasmaspender sind Lebensretter

Da weder Blut noch Plasma künstlich hergestellt werden können, sind viele kranke Menschen nach wie vor auf gesunde Spender angewiesen. Das bei der Plasmaspende gewonnene Blutplasma oder die daraus hergestellten Präparate bzw. Medikamente helfen Menschen, deren Funktion des Blutes durch Krankheit oder nach einer Verletzung gestört ist.

Blutplasma wird immer gebraucht: bei großen Operationen, nach schweren Unfällen, bei Krebserkrankungen, für die Behandlung von Menschen mit Immundefekten oder Blutgerinnungsstörungen. Wer also Plasma spendet, rettet Leben (siehe dazu auch unseren Beitrag „Was ist Plasma?“).

Wie wird man zum Plasmaspender?

Der Weg, um Plasmaspender zu werden, ist ganz einfach: Nehmen Sie zuerst Kontakt zu einem Plasmazentrum in Ihrer Nähe auf und vereinbaren Sie einen Termin zur Erstuntersuchung und dem kostenlosen Gesundheitscheck. Hierbei wird dann Ihre gesundheitliche Eignung zur Blutplasmaspende überprüft. Den Spendeprozess haben wir im Folgenden auch noch einmal im Detail beschrieben.

 

Plasmaspende bei Octapharma Plasma

Woher weiß ich, ob ich Plasma spenden darf?

Machen Sie den Schnelltest:

Sind Sie 18 Jahre oder älter?

Sprechen Sie deutsch?

Haben Sie einen gültigen Ausweis?

Wenn Sie alle Fragen mit ja beantwortet haben,

erfüllen Sie die wesentlichen in Deutschland gesetzlich festgelegten Rahmenbedingungen, um zur Plasmaspende zugelassen zu werden. Jeder gesunde Erwachsene kann nach ärztlicher Zulassung Plasma spenden.
» Jetzt direkt Termin vereinbaren!

 

 

Wenn Sie bei uns sind: Die Blutplasmaspende in 9 Schritten

1. Willkommen!

Beim ersten Besuch nehmen wir Ihre Daten auf.Den geltenden Richtlinien entsprechend gleichen wir Ihre Personalien vor jeder Spende mit einem gültigen Ausweisdokument ab. Bringen Sie dafür bitte entweder Ihren gültigen Personalausweis oder den Reisepass inklusive einer aktuellen Meldebescheinigung mit.

Selbstverständlich unterliegen all Ihre persönlichen Daten dem Datenschutzgesetz, werden von uns vertraulich behandelt und keinem unbefugten Dritten zugänglich gemacht.

2. Fragebogen

Durch das wahrheitsgemäße Ausfüllen Ihres persönlichen Fragebogens sorgen Sie für Ihre Sicherheit und die Qualität Ihrer Spende.

3. Gesundheitscheck

Beim kostenlosen Gesundheitscheck messen wir vor jeder Spende Blutdruck, Puls, Temperatur, Körpergewicht und Hämoglobinspiegel. Er umfasst außerdem eine körperliche Untersuchung in regelmäßigen Abständen, bei der zum Beispiel Herz und Lunge abgehört werden.

4. Beim Arzt

Im Arztzimmer findet das persönliche Gespräch zur Klärung offener Fragen statt. Der Arzt trifft schließlich die Entscheidung, ob Sie an diesem Tag spenden dürfen oder nicht. Ist dies Ihr erster Besuch bei uns, dürfen Sie noch nicht spenden. Auf diese Weise garantieren wir die Sicherheit unserer Spender.

5. Die eigentliche Plasmaspende

Die eigentliche Spende findet in einem eigens dafür vorgesehenen Saal statt. Dort nehmen Sie Platz auf bequemen Spendeliegen. Unsere Mitarbeiter erklären Ihnen den Ablauf, überwachen die Spende und sind bei Fragen immer ansprechbar. Die eigentliche Plasmaspende (Plasmapherese) dauert 30-45 Minuten.

6. Die Ruhe danach

Nach jeder Blutplasmaspende ist es wichtig, dass Sie sich bei uns noch etwas ausruhen (rund 30 Minuten) sowie ausreichend essen und trinken. Wir stellen Ihnen Wasser, Kaffee, Softdrinks oder Saft sowie einen kleinen Snack bereit. Auch während Ihrer Ruhepause ist unser medizinisch ausgebildetes Team jederzeit für Sie da.

7. Aufwandsentschädigung

Nach der Erholungsphase erhalten Sie am Empfang Ihre Aufwandsentschädigung.

8. Terminabsprache

Nutzen Sie die Möglichkeit, direkt vor Ort den Termin für die nächste Spende zu vereinbaren. Mit einem festen Termin vermeiden Sie unnötige Wartezeiten. Natürlich können Sie uns zur Terminabsprache auch per Telefon, via Mail oder über das Kontaktformular erreichen.

9. Das Beste...

Mit Ihrer Plasmaspende haben Sie etwas Besonderes geleistet – für sich und für andere. Plasma spenden bedeutet Leben retten. Genießen Sie den Tag in dem Bewusstsein, das Leben von Menschen gerettet oder verbessert zu haben. Vielen Dank für Ihren Einsatz!


Arzt im Gespräch mit Blutplasmaspenderin - Octapharma Plasma

Bei jeder Plasmaspende muss ich erneut alle Fragen beantworten. Warum?

Die Fragebögen dienen der Sicherheit unserer Spender und der Empfänger. Zwischen zwei Spenden kann es bei Spendern zu gesundheitlichen Veränderungen kommen, die Einfluss auf die Spende haben bzw. zu einer (vorübergehenden) Sperre des Spenders führen. Es ist also wichtig, dass Sie den Fragebogen jedes Mal sorgfältig und wahrheitsgemäß ausfüllen. Zudem aktualisieren wir unsere Fragebögen fortlaufend den gesetzlichen Grundlagen entsprechend.

Bekomme ich für meine Plasmaspende Geld?

Kurz gesagt: Ja! Selbstverständlich wird bei der Plasmaspende die aufgewendete Zeit mit Geld entschädigt. Die Rahmenbedingungen für die Aufwandsentschädigung sind dabei in §10 des Transfusionsgesetzes geregelt.

Damit sind auch uns Grenzen gesetzt, die wir nicht überschreiten dürfen. Dies soll gewährleisten, dass der ideelle Hintergrund der Plasmaspende erhalten bleibt und der monetäre Aspekt nicht über Gebühr die Entscheidung zur Plasmaspende beeinflusst.

Die Höhe der Aufwandsentschädigung richtet sich dabei nach der Menge des gespendeten Plasmas. Nähere Infos gibt es per Mail oder am Telefon.

Übrigens: Wurden Sie von einem unserer Spender auf uns aufmerksam gemacht? Vergessen Sie nicht, dies zu erwähnen, damit wir uns bei diesem Spender für seine Empfehlung bedanken können. Zusätzlich zur Aufwandsentschädigung versuchen wir auch mit regelmäßigen, attraktiven Bonusprogrammen einen weiteren interessanten Anreiz zur Plasmaspende zu geben. Sprechen Sie uns einfach darauf an! 

Gibt es Unterschiede bei der Plasmaspende zwischen Frauen und Männern?

In der Tat ist die Plasmaspende ein Vorgang, bei dem es einen signifikanten Unterschied zwischen den Geschlechtern gibt: Bei Frauen verläuft sie in der Regel schneller als bei Männern. Und das hat einen guten Grund – denn Frauen haben im Verhältnis schlicht und einfach mehr Blutplasma als Männer.

Und das sogar recht deutlich: Während der Anteil von Blutplasma am Blutvolumen bei Männern 50 bis 59 Prozent ausmacht, beträgt er bei Frauen 54 bis 73 Prozent. Die Blutbestandteile sind ebenfalls anders - Frauen haben im Durchschnitt weniger Hämoglobin im Blut. Dieser eisenhaltige Proteinkomplex bindet Sauerstoff an die Erythrozyten und verleiht ihnen ihre rote Farbe – und verlängert den Prozess der Spende.

Ist die Spende sicher? Gibt es Nebenwirkungen bei der Plasmaspende?

Die Sicherheit unserer Spender steht für uns an erster Stelle! Jeder Spender erhält vor der Plasmaspende eine kostenlose, gründliche ärztliche Untersuchung, um eventuelle Gesundheitsrisiken möglichst auszuschließen.

Ihr Blut wird während der Spende durch ein steriles, geschlossenes Einmalsystem geleitet, welches nach jeder Spende entsorgt wird. Deswegen hat Ihr Blut keinen Kontakt mit der Plasmapheresemaschine und es besteht für Sie als Spender keine Infektionsgefahr.

Da dem Körper bei der Plasmaspende im Gegensatz zur Blutspende keine Blutzellen entzogen werden, ist die Plasmaspende vergleichsweise schonend für den Spender. Trotzdem können während und nach dem Plasmaspenden Risiken wie Kreislaufprobleme auftreten – insbesondere, wenn Sie vor der Spende zu wenig getrunken haben. Sie brauchen sich aber keine Sorgen zu machen, unsere Mitarbeiter erkennen die Anzeichen frühzeitig und können rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen. Damit die Regeneration Ihres Körpers nach der Spende gewährleistet ist, sollten Sie für Ruhe und eine ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit sowie Nahrung sorgen.

Selbst häufiges Plasmaspenden schadet Ihnen nicht. Dafür wird unter anderem mit einer wechselnden Punktierung der Venen gesorgt. Manchmal sind an den Einstichstellen kleinere Blutergüsse (Hämatome) zu sehen. Diese „blauen Flecken“ sind nicht schädlich und werden vermieden, wenn nach der Spende lange auf die Stelle gedrückt wird. Im Erstgespräch werden Sie außerdem über sehr selten auftretende Nebenwirkungen und Risiken aufgeklärt.

Kann ich Blut und Plasma spenden?

Generell ist es möglich, sowohl regelmäßig Blut als auch Blutplasma zu spenden. Allerdings verändern sich hierdurch die Zyklen, in denen die Spende losgelöst von einander möglich ist. Während der Abstand zwischen zwei Vollblutspenden normalerweise mindestens 8 Wochen betragen muss, kann sich dieser durch die Plasmaspende verlängern.

Auch hinsichtlich des Flüssigkeitsverlusts und der Belastungen für den Organismus ergibt sich in Kombination mit einer Vollblutspende eine andere Frequenz. Bitte informieren Sie sowohl die Mitarbeiter in unseren Plasmaspendezentren als auch in Ihrer Blutspendeeinrichtung über Ihre Spendetätigkeiten. So können beide Parteien dafür sorgen, dass die jeweils vorgeschriebenen Spendepausen eingehalten werden.

Sollte ich einen Termin bei meinem Blutplasmazentrum vereinbaren?

Generell: Sehr gerne! Sie erleichtern Ihnen und uns damit die Planung Ihrer Plasmaspende. Außerdem vermeiden Sie damit unnötige Wartezeiten, da wir bei spontanen Besuchen möglicherweise nicht sofort Zeit für Sie haben. Wir empfehlen Ihnen also die...

» Terminvereinbarung über unser Kontaktformular!

Darüber hinaus steht vor der ersten Spende ein umfangreicher, kostenloser Gesundheitscheck auf dem Programm. Da sich einer unserer Ärzte hierbei ganz intensiv nur um Sie kümmert, ist ein fester Termin der beste Weg, die bestmögliche Versorgung zu gewährleisten.

Sollten Sie schon als Spender bei uns registriert sein, können Sie selbstverständlich auch ohne Termin bei uns spenden, müssen dann aber möglicherweise mit etwas Wartezeit rechnen. Unsere Mitarbeiter geben Ihnen gerne Auskunft zur geschätzten Wartedauer. Insider-Tipp: Mittwochs stehen Ihre Chancen für eine Spontanspende ohne Wartezeit recht gut!

 

Terminvereinbarung für die Plasmaspende - Octapharma Plasma

Sollte ich nach der Plasmaspende irgendetwas beachten?

Nach der Plasmaspende können Sie sich noch etwas bei uns ausruhen, dafür haben wir Snacks und Getränke vorbereitet. Sport oder schwere körperliche Arbeit sollten Sie nach der Spende vermeiden. Lassen Sie den Druckverband für mindestens zwei Stunden an der Punktionsstelle. Und sollten irgendwelche gesundheitlichen Probleme auftauchen, informieren Sie unsere Ärzte.

Wann darf ich kein Plasma spenden?

Ihre Gesundheit ist uns sehr wichtig. Deshalb entscheidet ein Arzt vor jeder Spende, ob Sie an diesem Tag spenden dürfen.

Es gibt jedoch einige Aspekte, die Ihre Spendefähigkeit negativ beeinflussen und von Ihnen selbst überprüft werden können. Hier eine Übersicht, wann Sie kein Plasma spenden dürfen:

  • Wenn Sie an diesem Tag noch nichts gegessen haben.
  • Wenn Sie an diesem Tag Alkohol getrunken haben.
  • Wenn Sie minderjährig sind.
  • Wenn Sie weniger als 50 kg wiegen.
  • Wenn Sie gerade schwanger sind oder stillen.
  • Wenn Ihr Wohnsitz nicht in der EU ist.
  • Wenn Sie keinen gültigen Personalausweis oder ein vergleichbares Ausweisdokument (z.B. Reisepass und aktuell gültige Meldebescheinigung) dabei haben, aus dem auch Ihr Wohnsitz hervorgeht.
  • Wenn Sie eine chronische Erkrankung haben, die ein Risiko für den Spender bedeuten könnte (z.B. insulinpflichtiger Diabetes mellitus, schwere Immunkrankheiten, schwere Blut-, Blutstillungs-, Atemwegs-, Nieren-, Herz- oder Stoffwechselerkrankungen, schwere Gefäßerkrankungen, Epilepsie, schwere psychische Erkrankungen).
  • Wenn Sie schon einmal am Gehirn operiert wurden.
  • Wenn Sie schon einmal einen schweren Unfall mit Gehirnerschütterung und Krampfanfällen hatten.
  • Wenn Sie gerade aus einem Gebiet außerhalb der EU kommen, wo sich HIV-, HBV- oder HCV-Infektionen stark ausgebreitet haben (z.B. Afrika, Karibik, Südostasien).
  • Wenn Sie oder Ihr dauerhafter Sexualpartner laut Transfusionsgesetz zu einer Risikogruppe gehören.

Bitte fragen Sie unsere Mitarbeiter auch nach der vorgeschriebenen Wartezeit bis zur Spende-Erlaubnis nach einer Tätowierung, einem permanent Make-up oder Piercing (auch Ohrlochstechen), bestimmten Impfungen, operativen Eingriffen (z.B. Blinddarmentfernung, Endoskopien), dem Empfang von Blutkomponenten (außer Eigenblut) oder Plasmaderivaten, bestimmten Infektionskrankheiten, Schwangerschaft und Stillzeit.

Sollten Sie darüber hinaus Fragen zu Ihrer Eignung haben, sprechen Sie unsere Mitarbeiter im Spendezentrum gerne darauf an.

Warum sollte ich überhaupt Plasma spenden?

Trotz des immensen medizinischen Fortschrittes der vergangenen Jahrzehnte ist eine synthetische Herstellung von menschlichem Blut und damit auch Blutplasma noch immer nicht möglich. Für die Heilung vieler Krankheiten, die Durchführung von Organtransplantationen und die Rettung von Unfallopfern müssen deshalb weiterhin Produkte aus menschlichem Blut in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.

Aus dem Plasma wird dabei eine Vielzahl an lebenswichtigen Arzneimitteln hergestellt, die chronisch kranke Menschen mit Störungen des Immunsystems, der Blutgerinnung oder Wundheilung dringend benötigen. Auch bei schweren Verbrennungen oder hohem Blutverlust werden Plasmaprodukte eingesetzt.

Kurzum: Mit der Plasmaspende rettet man Leben – und jeder von uns kann eines Tages auf gespendetes Plasma angewiesen sein.

Was geschieht mit meiner Plasmaspende?

Das gespendete Blutplasma wird direkt schockgefrostet und bei Temperaturen unter minus 20 Grad etwa ein halbes Jahr lang bei uns aufbewahrt. Diesen Zeitraum nutzen unsere Experten für eine mehrstufige Qualitätskontrolle, mit der wir sicherstellen, dass während der Spende alle Vorgaben eingehalten wurden und das gespendete Plasma den Qualitätsvorgaben für Fraktionierplasma entspricht. Nur wenn alle Vorgaben erfüllt sind, wird das Plasma zur weiteren Verarbeitung durch Octapharma für Medikamente freigegeben, andernfalls wird es vernichtet.

Was ist die Plasmapherese?

Unter Plasmapherese versteht man den Vorgang, bei dem das Blutplasma maschinell von den anderen Bestandteilen des Blutes getrennt wird. Dies geschieht in einem Plasmapheresegerät, das vereinfacht eine Zentrifuge darstellt. Die festen Bestandteile des Blutes, die Blutzellen, fließen nach der Trennung in den Körper zurück, während das Blutplasma gesammelt und innerhalb einer Stunde tiefgefroren wird.

Mithilfe der Plasmapherese muss der Spender keine Vollblutspende abgeben. Der Vorteil ist, dass beim Spenden nur sehr wenige rote Blutkörperchen verloren gehen und eine erneute Plasmaspende schnell wieder möglich ist.

Durch einströmendes Zellwasser wird der reine Flüssigkeitsverlust schnell ausgeglichen – der Spender wird also kaum belastet. Wichtig zu wissen ist auch, dass es bei den zellulären Bestandteilen im Blut (bspw. Thrombozyten oder Leukozyten) zu keiner Veränderung durch die Plasmapherese kommt.

Die Plasmapherese kommt allerdings nicht nur bei einer Spende, sondern auch zu therapeutischen Zwecken zum Einsatz. Besonders bei der Behandlung von Autoimmunerkrankungen ist sie hilfreich, wenn Antikörper schnell eliminiert werden müssen. So können Patienten mit bestimmten Syndromen oder in manchen Fällen auch Multiple Sklerose behandelt werden.

Was muss ich zur Plasmaspende mitbringen?

Glücklicherweise ist die Plasmaspende für Sie ein vergleichsweise unkomplizierter Vorgang. Um in unserem Hause Plasma zu spenden, benötigen Sie im Grunde nur Ihren gültigen Personalausweis. Wichtig: Der amtliche Lichtbildausweis muss im Original vorgelegt werden – ein Foto, eine Kopie oder Scan auf dem Smartphone reicht leider nicht aus. Alternativ können wir auch mit einem Reisepass und einer aktuellen Meldebescheinigung (nicht älter als 6 Monate) Ihre Identität und Ihren Wohnort überprüfen. Die Identitätsprüfung ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass Sie spenden dürfen.

Andere Ausweisarten (z.B. Sozialvericherungsausweis, Krankenversicherungskarte, Schüler- und Studentenausweise) dürfen wir aufgrund gesetzlicher Regelungen nicht akzeptieren.

Welche Laborwerte werden untersucht?

Bei jeder Spende testen wir das Spenderblut auf Hepatitis B, Hepatitis C und HIV. In regelmäßigen Abständen messen wir außerdem die Konzentration von Immunglobulin G und Gesamteiweiß in Ihrem Blut und erstellen ein Blutbild. Da wir die Untersuchung vor Ort auswerten, können wir Sie im Falle von Unregelmäßigkeiten sofort informieren. Die Laborwerte werden Ihnen auf Wunsch auch für externe Arztbesuche zur Verfügung gestellt.

Gesundheitscheck vor Plasmaspende - Octapharma Plasma

Wer kann Plasma spenden?

Die Eignung zur Plasmaspende ist von nur wenigen Faktoren abhängig, die glücklicherweise viele Menschen erfüllen

Grundsätzlich kann jeder Mensch Blutplasma spenden, der folgende Rahmenbedingungen erfüllt:

  • Ein Lebensalter zwischen 18 und 60 Jahren. Dauerspender dürfen allerdings mit Erlaubnis des Arztes auch über das 60. Lebensjahr hinaus Plasma spenden.
  • Ein gültiger Personalausweis oder Reisepass in Kombination mit einer aktuellen Meldebescheinigung.
  • Das Beherrschen der deutschen Sprache in Wort und Schrift.
  • Ein Gewicht von mindestens 50 kg.
  • Eine gute gesundheitliche Verfassung zum Zeitpunkt der Spende.

Wie lange dauert die Plasmaspende?

Bei einer Spende können je nach Körpergewicht 650 bis 850 ml Blutplasma entnommen werden. Bereits ab einem Körpergewicht von 70kg kann das Höchstvolumen an Plasma gespendet werden. Dies beeinflusst die Dauer der Plasmaspende, stärker wird dies jedoch vom Hämoglobinwert bestimmt. Je höher dieser ist, desto länger dauert der Entnahmevorgang.

Die reine Spendezeit dauert etwa 30 bis 45 Minuten. Hier kommt es auf die Menge der Plasmaspende, den Flüssigkeitshaushalt und den Hämoglobinwert an. Aber: Zu der reinen Spendezeit kommen noch die ärztliche Untersuchung vor der Spende und die anschließende Ruhephase hinzu. Beides ist uns sehr wichtig, da die Gesundheit unserer Plasmaspender absoluten Vorrang hat. Insgesamt sollten Sie daher 60 bis 75 Minuten für Ihren Besuch bei uns einplanen. Da wir im Spendezentrum kostenlose Internetzugänge bereithalten, steht Ihnen während des Aufenthalts allerdings ausreichend Ablenkung zur Verfügung.

Übrigens: In einigen Spendezentren bieten wir die sogenannte Express-Spende an, bei der die Plasmapherese und damit der gesamte Spendevorgang durch den Einsatz einer neuen Software beschleunigt werden. In der Regel dauert die Express-Spende 30 Minuten. Fragen Sie hierzu einfach unsere kompetenten und freundlichen Mitarbeiter im Plasmaspendezentrum.

Wie oft kann ich Plasma spenden?

In Deutschland dürfen Sie bis zu 60 Mal im Jahr Plasma spenden. Der Abstand zwischen zwei Plasmaspenden muss dabei mindestens zwei Tage betragen. Hier liegt ein Unterschied zum Blutspenden – denn zwischen zwei Blutspenden ist in Deutschland gesetzlich ein Mindestabstand von acht Wochen vorgeschrieben.

Der Grund für die häufigere Frequenz bei der Plasmaspende ist leicht erklärt: Im Gegensatz zur Blutspende ist die Plasmaspende deutlich schonender, weil der Körper hierbei keine Zellen verliert. Der Körper kann das gespendete Plasma ohne Schwierigkeiten schnell nachbilden.

Dennoch wird die konkrete Häufigkeit immer nach ärztlichen und gesetzlichen Vorgaben individuell festgelegt. Wie oft Plasmaspenden konkret für Sie möglich ist, hängt also auch von individuellen Faktoren ab. Dies klären Sie am besten bei der Erstuntersuchung im Spendenzentrum.

Wie soll ich mich auf die Plasmaspende vorbereiten?

Die Plasmaspende ist generell weit weniger belastend als eine Vollblutspende. Dennoch sollten Sie einige Punkte beachten, damit Ihre Spende reibungslos abläuft. Hier eine kleine Checkliste:

  • Haben Sie den Tag über ausreichend und möglichst fettarm gegessen?
  • Haben Sie kurz vorher keinen Sport getrieben?
  • Haben Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich genommen (mindestens zwei Liter)?
  • Haben Sie am Tag der Spende keinen Alkohol getrunken?
  • Sind Sie vor der Plasmaspende auf die Toilette gegangen?

Vermeiden Sie zudem Hektik und eng getaktete Anschlusstermine. Gerade dieser zeitliche Druck könnte Einfluss auf Ihren Kreislauf und damit auf den Spendevorgang haben.

Wo kann ich Plasma spenden?

Octapharma Plasma betreibt zurzeit bundesweit 13 Spendezentren, in denen eine Plasmaspende möglich ist. Wenn Sie in einem unserer Zentren als Spender registriert sind, können Sie in jedem unserer Standorte spenden. Wo das für Sie nächstgelegene Plasmaspendezentrum liegt?

» Unsere Zentren zum Plasmaspenden in Deutschland

Kann ich einen Freund oder eine Freundin zur Plasmaspende mitbringen?

Natürlich freuen wir uns über jeden interessierten Neuspender, den Sie für eine Plasmaspende begeistern konnten. Schließlich wird mit jeder Spende vielen lebensbedrohlich erkrankten Menschen das Leben gerettet. Sie dürfen also gerne jemanden mitbringen, der mit dem Gedanken spielt, Plasmaspender zu werden und sich anmelden oder informieren möchte.

Übrigens: Auch für Sie lohnt es sich! Im Rahmen der Aktion „Spender werben Spender“ belohnen wir Sie auch für die Weiterempfehlung. Fragen Sie einfach unsere freundlichen Mitarbeiter im Spendezentrum nach unseren Aktionen und Prämien. Sie werden sehen – es lohnt sich, neue Spender zu werben!

Zudem wichtig: Begleitpersonen dürfen leider nicht mit in den Spendesaal. Dies hat den Grund, dass unsere Mitarbeiter Sie zu jeder Zeit sehen können müssen, um Ihre Sicherheit zu gewährleisten. Außerdem möchten wir, dass sich alle anwesenden Spender wohlfühlen und nicht durch die Gespräche anderer gestört werden. Allerdings: In einigen Zentren dürfen Begleitpersonen bei nervösen Erstspendern während der ersten Minuten der Spende noch daneben sitzen. Die Entscheidung liegt aus den oben genannten Gründen letztendlich immer bei unseren Mitarbeitern. Fragen Sie einfach mal unsere Mitarbeiter.